Der Notgroschen - dein Finanzpolster aufbauen

Ein Notgroschen gibt dir Sicherheit, Ruhe und finanzielle Freiheit. Mit einem soliden Polster bist du auf unerwartete Ausgaben vorbereitet – ohne Stress, ohne Schulden.

Lesezeit

3 min

aktualisiert am

November 20, 2025

Nov 20, 2025

Ein Notgroschen ist weit mehr als nur Geld auf der Seite. Er gibt dir das Gefühl, vorbereitet zu sein, egal was passiert. Wenn plötzlich eine Zahnarztrechnung reinkommt, das Auto streikt oder du unerwartet deinen Job verlierst, entscheidet dieses Polster darüber, ob du gelassen bleibst oder unter Druck gerätst.
Gerade in der Schweiz, wo viele Ausgaben schnell ins Geld gehen, schafft ein Notgroschen Ruhe, Stabilität und ein gutes Bauchgefühl.

Wie viel Notgroschen brauchst du?

Als Orientierung gelten 3 bis 6 Monatsausgaben. Das klingt im ersten Moment nach viel, aber es ist ein Ziel, das du Schritt für Schritt erreichst.

Drei Monate reichen, wenn dein Einkommen stabil ist und ihr vielleicht sogar zu zweit verdient.
Sechs Monate sind sinnvoll, wenn du alleinverdienend bist, eine unsichere Arbeitslage hast oder hohe Fixkosten trägst.

Ein kleines Beispiel:
Gibst du pro Monat etwa CHF 3'500 aus, liegt dein Notgroschen idealerweise zwischen CHF 10'500 und 21'000. Das ist ein Betrag, der dir echte Sicherheit gibt.

Wohin mit dem Notgroschen?

Dein Notgroschen soll dir jederzeit zur Verfügung stehen – ohne Risiko.
Darum gehört er nicht in ETFs, Aktien, Säule 3a oder Kryptos.

Der richtige Platz ist ein einfaches Sparkonto oder Privatkonto, auf das du jederzeit zugreifen kannst.
Hier geht es nicht um Zinsen, sondern um Sicherheit und Verfügbarkeit.

Wie baust du deinen Notgroschen am besten auf?

Der Aufbau muss nicht kompliziert sein. Viele schaffen es mit einem einfachen System:

1. Richte einen Dauerauftrag ein

Erstelle bei der Bank deiner Wahl einen Dauerauftrag zu Beginn des Monats. So stellst du sicher, dass du deinen Notgroschen langsam aber sicher aufbaust.

2. Wahl der Betragshöhe

Wähle einen für dich geeigneten Betrag für den Dauerauftrag. Auch wenn du denkst, dass du kein übriges Geld hast, starte zumindest einmal mit z.B CHF 100.00. Du wirst sehen, dass du auch ohne diesen Betrag monatlich über die Runden kommst und kannst bestenfalls den Dauerauftrag von Zeit zu Zeit erhöhen.

3. Nutze Zusatzeinnahmen oder Einsparungen

Steuerrückzahlungen, Boni, 13. Monatslohn oder kleine Nebenverdienste bringen dich oft schneller ans Ziel, als du denkst.

Auf der anderen Seiten kannst du vielleicht beim ein oder anderen Abo etwas Geld einsparen. Ein Klassiker ist das Handyabo bei dem viele pro Monat mehr als CHF 50.00 ausgeben. Ich bezahle aktuell 13 Franken für unlimitierte Daten und Anrufe in der Schweiz. Falls es mal ins Ausland geht, gibt es eSIM-Angebote, für unter fünf Franken. Weitere Informationen dazu dann in einem anderen Beitrag.

Typische Fehler – und wie du sie vermeidest

Viele machen ähnliche Fehler, vor allem am Anfang:

  • den Notgroschen zu klein planen

  • das Geld investieren und bei Notfällen Verluste riskieren

  • Notgroschen mit anderen Ersparnissen mischen

  • bei kleinen Ausgaben darauf zugreifen

Der Notgroschen ist für echte Notfälle da – und nur dafür.

Fazit

Ein Notgroschen ist die finanzielle Basis, auf der du alles andere aufbauen kannst.
Er gibt dir Stabilität im Alltag, schützt dich in schwierigen Phasen und hilft dir, bessere Entscheidungen zu treffen, weil du nicht unter Druck stehst. Sobald dieses Polster steht, kannst du entspannt mit dem Vermögensaufbau starten – Schritt für Schritt.



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